Grundschule Hitzacker

 

 

 Das Schulprogramm der Grundschule Hitzacker

 


 

 

1. Leitbild und Schulprofil

 

 

Wie in allen niedersächsischen Schulen wird unsere Arbeit durch folgende rechtliche Rahmenbedingungen und Standortfaktoren bestimmt:

 

  • Das Niedersächsische Schulgesetz
  • Die Erlasse und Verfügungen des MK und der Schulaufsicht, die die Details des Schulbetriebs regeln
  • Die finanziellen und baulichen Rahmenbedingungen, die die Samtgemeinde Elbtalaue als Schulträger bietet.
  • Das Kollegium und die pädagogischen Mitarbeiter

 

 Alle o.g. Bedingungen und Faktoren sind einer ständigen Entwicklung unterworfen, die im Zusammenspiel „Schule“ Auswirkungen unterschiedlicher Art haben können. Um kontinuierlich innerhalb der Schule arbeiten zu können, positive Entwicklungen aufzunehmen und auf ggf. negative Entwicklungen reagieren zu können ist eine gemeinsame Basis für das pädagogische Handeln von größter Wichtigkeit. 

 

Orientierung für die schulische Arbeit gibt ein Leitbild, das grundsätzliche Zielvorstellungen für das gemeinsame Handeln aller Akteure beschreibt. In einem stetigen Prozess wird die Realisierung der Ziele schrittweise angestrebt.

 

 

Leitbild

 

·         Wir begegnen einander offen, ehrlich, freundlich, hilfsbereit, rücksichtsvoll und  

            respektvoll.

·         Wir übernehmen Verantwortung und halten Regeln ein.

·         Wir lassen keine Gewalt zu und lösen Konflikte friedlich.

·         Wir lernen und leben gemeinsam mit Menschen mit unterschiedlichen  

          Beeinträchtigungen, mit anderer Sprache und Kultur.

·         Wir lernen selbstständig, eigenverantwortlich und handlungs-orientiert.

·         Wir fördern und fordern entsprechend individueller Neigungen und Begabungen.

·         Wir sind musisch und künstlerisch aktiv.

·         Wir kooperieren mit internen und externen Partnern und pflegen eine vertrauensvolle

          und konstruktive

          Zusammenarbeit mit allen in und an der Schule Beteiligten.

·         Wir sind eine gesundheitsfördernde Schule.

 

Durch Evaluation sichern wir die stete Weiterentwicklung der erreichten Qualität.

 

 


Leitsätze 1-4: Sozialkompetenzen

 

Der Umgang miteinander

♦ Die Atmosphäre in unserer Schule ist freundlich, friedlich und harmonisch.

♦ Alle gehen rücksichtsvoll miteinander um.

♦ Wir leben die Vielfalt an unserer Schule.

 

Regeln achten und Verantwortung übernehmen

♦ Wir achten und leben die gemeinsam entwickelte Schulordnung, um ein gutes Miteinander  

   zu erleben und Konflikte zu vermeiden.

♦ Die Gesprächskultur, Akzeptanz und Toleranz werden gelernt und umgesetzt.

♦ Jede Klasse hat Klassensprecher/innen und einen Klassenrat.

♦ Die Klassensprecher/innen bilden den Schülerrat der Schule.

♦ Alle, Schüler/innen wie auch Erwachsene pflegen einen sorgfältigen Umgang mit den

   materiellen und natürlichen Ressourcen.

♦ Wir trennen Müll und sparen Energie.

♦ Jede Schülerin/jeder Schüler ist für seinen Lernprozess verantwortlich und wird darin

   unterstützt, damit sie/er weiß, wie sie/er lernt, was beim Lernen hilft und was stört.

 

Keine Gewalt – Konfliktlösung

♦ Im Sozialtraining erfahren Schülerinnen und Schüler Stärkung des Ichs, des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens.

♦ Schülerinnen und Schüler lernen durch Training, Konflikte selbst zu lösen.

 

Lernen und leben

♦ Wir üben uns in kooperativen Lernformen wie Partner- und Gruppenarbeit und arbeiten im Team.

♦ Handlungsorientierte Projekte und Unterrichtseinheiten sind wichtige

   Gestaltungselemente unseres Unterrichtes.

♦ Jede/r Schüler/in lernt entsprechend seiner Möglichkeiten.

♦ Individuelle Lernwege werden eröffnet.

♦ Unterricht ist ein Wechsel zwischen gelenkten gemeinsamen und offenen Lernphasen.

♦ Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiter, nicht ausschließlich als Wissensvermittler.

♦ Wir arbeiten und lernen mit Menschen zusammen, die unterschiedliche Beeinträchtigungen

   haben. Wir nutzen die Unterschiedlichkeit, um neue Lernwege zu entdecken und zu nutzen.

♦ Helfersysteme stärken das Selbstbewusstsein.

♦ Wir sind offen gegenüber anderen Kulturen und erweitern unsere Kenntnisse über

   Sprache, Leben und Schule in anderen Ländern.

♦ Im gemeinsamen Lernen lassen wir Menschen mit Beeinträchtigungen und

   unterschiedlichen kulturellen Hintergründen an unserem Leben teilhaben und leben und

   fördern damit Inklusion.

♦ In der Regel werden Klassenfahrten im 3. Jahrgang durchgeführt.

 

 

Leitsatz 5: Fördern und Fordern

 

♦ Ca. ein Jahr vor der Einschulung findet eine Sprachstandfeststellung und die

   Sprachförderung statt.

♦ Im „Brückenjahr“ ist eine enge Zusammenarbeit mit den Kindertages-stätten „Göhrder

   Wichtel“ und der „Ev. Kinder- und Tagesstätte Hitzacker“ festgeschrieben.

♦ Es gibt vor der Einschulung zwei Elternabende „Klasse 0“, der erste im Herbst des letzten

   KiTa-Jahres, der zweite zeitnah vor der Einschulung statt.

♦ Es gibt eine Schuleingangsdiagnostik zur Erfassung der Kompetenzen („Bereit für die

   Schule“).

♦ Die Beratungslehrerin unterstützt Schüler/innen, Kollegen und Kolleginnen und Eltern bei

   der Klärung von schulischen Sorgen und bei der Lösung von Konflikten.

♦ Für Schüler/innen, die gravierende Schwierigkeiten beim Lernen haben, gibt es

   klassenübergreifende Fördergruppen in Deutsch und Mathematik (RIK-Fördergruppen)

♦ Schüler/innen mit erhöhtem sonderpädagogischem Unterstützungs-bedarf werden

   zusammengefasst und gezielt gefördert.

♦ Schüler/innen mit besonderer Neigung im Fach Mathematik nehmen am Mathematik-

   Forderunterricht teil.

♦ Interessierte Schüler/innen nehmen am Mathematik-Känguru-Wettbewerb teil.

♦ Alle Kinder der 3. und 4. Klassen nehmen an der 1. Runde der Mathematik-Olympiade teil.

   Je nach erreichter Punktzahl nehmen die Schüler/innen in Runde 2 und 3 teil.

♦ Alle Schüler/innen sind im Online-Portal „Antolin“ angemeldet, können sich dort einloggen

   und Fragen zu Büchern beantworten, die sie gelesen haben.

♦ Innerhalb des Schulprojektes „Förderung besonderer Begabungen“ findet in Kooperation

   mit dem Fritz-Reuter-Gymnasium jeweils im 2. Schulhalbjahr das Projekt „Schüler

   unterrichten Schüler“ mit unterschiedlichen Angeboten statt.

♦ Als „Musikalische Grundschule“ werden in mehr Fächern von mehr Beteiligten mehr

   musische Bausteine im Unterricht umgesetzt, um alternative Lernkanäle zusätzlich zu

   nutzen.

♦ Alle Schüler/innen der 2. Jahrgangsstufe haben die Möglichkeit, kostenlos das Spiel auf

   der Blockflöte zu erlernen.

♦ Die Schule setzt im Rahmen des Ganztagsangebotes ein vielfältiges Förder- und

   Forderangebot um.

♦ Um lebenspraktische Inhalte vermitteln zu können, gibt es einmal wöchentlich die

   Schulcafeteria, in der Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen kleine Snacks zum Verkauf

   herstellen. (s. Konzept „Cafeteria“).

♦ Der Verkauf und das anschließende Abrechnen der Kasse fördert und fordert

   SchülerInnen im Umgang mit Geld.

Ø Es finden schulinterne Fortbildungen zu Fragen, Schwierigkeiten und Hilfen im inklusiven Unterricht statt.

Ø Fördergespräche und –beratungen finden immer im Team mit allen Beteiligten statt. (Konzept zur Zusammenarbeit im inkl. Kontext)

 

 

Leitsatz 6: Ästhetische Erziehung

 

♦ Seit dem Schuljahr 2015/16 nimmt die Grundschule am Projekt „Musikalische Grundschule“

   teil.

♦ „Mehr Musik von mehr Beteiligten in mehr Fächern zu mehr Gelegenheiten“ wird durch

   schulinterne sowie persönliche Fortbildungen einzelner KollegInnen umgesetzt. (s.

   Maßnahmenplan MuGs)

♦ Die Grundschule hat eingerichtet Fachräume für Musik und Werken/Kunst in der

   benachbarten Bernhard-Varenius-Schule. Dadurch ist ein entsprechend kreativer

   Unterricht möglich.

♦ Im Rahmen der Ganztagsschule gibt es außerunterrichtliche Angebote wie Tanzen,

   Musizieren, Werken mit Holz, Kreativwerkstatt, Handarbeiten und Spiele selber

   herstellen.

♦ Am letzten Tag vor den Weihnachts-, Oster- und Sommerferien findet eine gemeinsame

   Feier statt.

♦ In jedem Schuljahr finden 3 zusammenhängende Kreativtage für alle Schüler/innen statt.

♦ Projekte werden innerhalb und gelegentlich auch außerhalb der Schule vorgestellt.

♦ Die Schule besucht angebotene Veranstaltungen im künstlerischen/musischen Bereich in

   der Stadt Hitzacker und außerhalb, z. B. das Kinderkonzert der Musikwoche,

   Kindertheater zu Weihnachten

♦ Außerschulische Lernorte sind ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens.

 

Leitsatz 7: Gesundheit

 

♦ Seit dem Schuljahr 2015/16 nimmt die Schule am Projekt „Schulobst Niedersachsen“ teil.

♦ Während der 4 Grundschuljahre findet in einigen Klassen das gesundheitsfördernde

   Projekt „Klasse 2000“ statt.

♦ Alle Schüler/innen frühstücken gemeinsam in ihren Klassen. Dabei wird auf gesundes

   Pausenbrot und ausreichendes Trinken geachtet.

♦ Jeweils einmal wöchentlich erhalten alle Schüler/innen Sportunterricht.

♦ Einmal jährlich findet ein Sportfest statt, bei dem Urkunden der Bundesjugendspiele

   sowie Sportabzeichen erworben werden können.

♦ Innerhalb des Sportunterrichtes wird für das Laufzeichen trainiert und dieses einmal im

   Jahr abgenommen.

♦ In der Regel findet jährlich im nahegelegenen Freibad eine Schwimmwoche für alle

   Schüler/innen in Zusammenarbeit mit der DLRG statt.

♦ Für die Pausen und die Betreuungszeit stehen viele kleine und große Spielgeräte sowie

   Fahrzeuge (Roller, Pedalos usw.) zur Verfügung, die die motorische Entwicklung

   unterstützen.

 

Leitsatz 8: Zusammenarbeit/Kooperation

 

Zusammenarbeit in der Erziehung:

 

♦ Klassenelternschaften treffen sich in Elternversammlungen.

♦ Mehrmals im Jahr trifft sich der Schulelternrat und lädt dazu die Schulleitung ein, um

   Informationen auszutauschen und zu besprechen.

♦ Klassenlehrkräfte arbeiten eng mit den Erziehungsberechtigten und Fachkolleg/innen

   zusammen.

♦ Es finden zweimal im Jahr Elternsprechtage statt. Weitere Gespräche werden nach

   Bedarf geführt.

♦ Für die Erziehungsberechtigten der Klassen 4 finden 2xjährlich Beratungsgespräche lt.

   Erlass statt.

♦ Zwischen den beteiligten Kräften aus Kindergarten und Schule finden neben informellen

   Gespräche regelmäßige Arbeitstreffen statt, ebenso zwischen Lehrkräften unserer und

   der weiterführenden Schulen.

♦ Die Beratungslehrerin steht den Schüler/innen, Erziehungsberechtigten und Lehrkräften

   als Ansprechpartnerin in schulischen Angelegenheiten zur Verfügung.

♦ Die Schulsozialarbeiterin steht den Schüler/innen, Erziehungsberechtigten und

   Lehrkräften als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie stellt Verbindungen zu

   außerschulischen Unterstützungseinrichtungen her.

♦ Schulveranstaltungen werden von verschiedenen Teams organisiert, die sich aus

   Schüler/innen, Lehrkräften, Erziehungsberechtigten und ggf. außerschulischen Partnern

   zusammensetzen.

♦ Erziehungsberechtigte unterstützen das Kollegium durch Beteiligung bei Ausflügen,

   Schulfesten und –feiern, Schulaktionen wie Back- und Bastelvormittagen.

♦ Vor der Einschulung ihrer Kinder erhalten die Erziehungsberechtigten einen Wegweiser

   durch die Schule, in dem Stichwörter des Schullebens erörtert werden.

♦ Ein Informationsheft zu Beginn jedes Schuljahres unterrichtet die

   Erziehungsberechtigten und Schüler/innen über Ansprechpartner und Zuständigkeiten in

   der Schule, über wichtige Erlasse, die Arbeit in der Grundschule Hitzacker sowie aktuelle

   Termine.

 

Kooperation

 

Interne Kooperation mit:

Lehrkräften/Erziehungsberechtigten/Förderschulkräften/Schulsozialarbeiterin/

Beratungslehrerin/Schüler/innen/pädagogische Mitarbeiter/innen/Schulbegleiter/innen wechselseitig

 

Extern:

Biosphärenreservat der Elbtalaue, Bücherei, DLRG Hitzacker, Feuerwehr, Gesundheitsamt, Jugendzentrum Hitzacker, Kindertagesstätten, Kirchen, Kneipp-Verein, Künstler, Jugendamt, Museen, Musikschule des Landkreises, Lebenshilfe Dannenberg, Polizei, Partnerschulen in der Elbtalaue, örtlicher Schützenverein, örtliche Sponsoren, Sportvereine, weiterführende Schulen,

 

 

 

Konzepte

Unsere Konzepte beschreiben, wie wir das gemeinsame Lernen und Leben sowie unsere Leitsätze organisatorisch, inhaltlich, personell und ganz praktisch an unserer Grundschule umsetzen. Konzepte helfen, geplante Wege festzulegen, einzuhalten und nach bestimmter Zeit zu evaluieren, um die Qualität nicht nur zu sichern sondern auch ggf. zu verbessern.

Konzepte geben Interessierten und Neueinsteigern an unserer Schule, Erziehungsberechtigten wie Kollegen/innen und Mitarbeiter/innen Antworten auf viele Fragen und eine Orientierung für ihre Arbeit.