Grundschule Hitzacker

 

 

 

 

 Ganztagskonzept der Grundschule Hitzacker

 

 

Seit dem Schuljahr 2010/11 ist die Grundschule Hitzacker eine Offene Ganztagsschule (GTS) an drei Tagen (Montag bis Mittwoch). In einem Grundkonzept wurden die Zielsetzung und die Arbeitsschwerpunkte festgeschrieben. Im Austausch mit allen Beteiligten in der Schule und im Ganztag, den Erziehungsberechtigten und Schüler/innen wurde das Konzept immer wieder evaluiert und überarbeitet. Der neue Ganztagserlass vom August 2014 hat zu einem Nachdenken über alternative Organisationsformen der Ganztagsschule (teil-/vollgebundene Ganztagsschule) angeregt. Dieser Prozess hält noch an und entwickelt sich durch Teilnahme der Schule am Netzwerk sowie diversen Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Ganztägig lernen“ weiter.

 

 

 

1. Grundkonzeption

 

 

1.1. Überblick – Das sind wir

 

Die Grundschule Hitzacker befindet sich im ländlichen Raum. Sie ist die einzige Grundschule am Ort, jedoch eine von sieben Grundschulen in der Samtge-meinde Elbtalaue. Daneben befindet sich in Hitzacker eine Freie Schule mit den Jahrgangsstufen 1-12.

Zurzeit besuchen ca. 130 Schülerinnen und Schüler die Grundschule, davon mit Beeinträchtigungen in der geistigen Entwicklung (2), im Lernen (6) sowie im emotional-sozialen Bereich (3). Seit Juni 2015 besuchen 11 Flüchtlingskinder aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen die Schule in verschiedenen Jahrgängen.

 

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule kommen aus gemischt sozialen Verhältnissen. Die Mehrzahl wächst in klassischen ländlichen bzw. kleinstädti-schen Strukturen auf. Eltern arbeiten in größeren Betrieben am Ort, sind selbstständig oder pendeln zur Arbeit z.B. nach Lüneburg, Uelzen oder Hamburg. Ein Teil der Eltern ist arbeitslos und von Sozialleistungen abhängig.

 

1.2 Aufgabenschwerpunkte und Zielsetzung der Grundschule Hitzacker

 

Quantitative Verbesserung

 

  • mehr Lern- und Übungszeit
  • Förder- und Forderangebote erweitern
  • Projekte an außerschulischen Lernorten
  • Mittagspause und gemeinsames Mittagessen
  • Bereicherung des Schulalltags mit attraktiven außerunterrichtlichen Angeboten
  • verlässliche Betreuung bis in den Nachmittag
  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Betreuung am Nachmittag

 

 

Qualitative Verbesserung

 

  • Ermöglichung und Verstärkung von Kontakten und Beziehungen zwischen Schülern aus unterschiedlichen sozialen Gruppen
  • gemeinsames Lernen und Leben von Menschen mit Beeinträchti-gungen sowie verschiedener Nationen und Kulturen praktizieren und dadurch die Schüler im Sinne von guten Beziehungen und Toleranz erziehen
  • Herstellung von Bezügen zwischen Unterricht und außerschulischen Erlebnisräumen
  • Schaffung von Möglichkeiten, unbekannte Sportarten oder Instrumente kennenzulernen – und zwar unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern
  • erste Einblicke in andere Kulturen und deren Sprache ermöglichen
  • Vertiefung von Begabungen und Neigungen durch besondere Angebote
  • mehr Raum für kreative, sportliche und musische Angebote
  • Ausgestaltung von Förder- und Forderzeiten durch Lehrkräfte  
  • Verzahnung von Vormittag und Nachmittag
  • Erledigung von Hausaufgaben in der Schule
  • Größere Chancengleichheit durch Teilhabemöglichkeiten ohne Vorleistung
  • Bewusste, gesunde und regelmäßige Ernährung

 

 

2.Voraussetzungen für die Umsetzung

 

• Strukturierung der zeitlichen Vorgaben und Ressourcen

•  Einsatz von Lehrkräften im Nachmittag

• Zusammenarbeit mit professionellen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen sowie Eltern

• Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen (Sportverein, Musikschule, Bücherei,

   Museum, BVS, …)

• Einrichtung und Nutzung von (vorhandenen) Räumen entsprechend der Bedürfnisse für

   unterschiedliche Angebote

• Ausbau der schulischen Ressourcen im Bereich Neue Medien, Werken/Kunst, Musik,

  Sport, Bücherei, Förder- und Fordermaterialien

• Zusammenarbeit mit der benachbarten Bernhard-Varenius-Schule

• Arbeit im Team

• Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer

• Evaluation und Fortschreibung

 

 

3. Organisatorische Konzeption

 

3.1. Umfang des Ganztagsschulbetriebes

 

  • 7.40 Uhr – 8.00 Uhr Frühförderung (nach Absprache/Lehrkräfte)
  • 8.00 Uhr – 12.45 Uhr Unterricht
  • 12.45 Uhr – 13.30 Uhr Mittagspause incl. gemeinsames Mittagessen, gestaffelt nach Jahrgängen 1/2 und 3/4
  • 13.30 Uhr -14. 00 Hausaufgabenzeit in Jahrgangsgruppen
  • 14.00 Uhr - 15.20 Uhr Angebote

 

3.2. Angebote

 

3.2.1. Allgemeines

 

• Von Montag bis Mittwoch gibt es verschiedene Angebote, die die Schüler/innen verbindlich

   für ein Halbjahr wählen

• Wochen bzw. Tage, an denen kein Ganztag stattfinden kann aufgrund von Organisation

   (s.u.), Schulveranstaltungen oder Feiertagen sind im Vorfeld festgelegt und an alle

   Beteiligten (Erziehungsberechtigte/Eltern, Mitarbeiter, Kooperationspartner)

   weitergegeben

 

3.2.2. Organisation

 

• Mögliche Angebote sichten und einholen aufgrund der Zielsetzung des Konzeptes, der

   rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten sowie der personellen Ausstattung

• Verteilung der Angebote auf die Tage nach Inhalt, Jahrgangszu-ordnung, Raumangebot

   (z.B.

   Sporthalle) und Einsatzmöglichkeiten der Ganztagskräfte

• Anmeldeformulare pro Halbjahr mit a) allgemeinen Informationen zur Ganztagsschule, b)

   Rechtsbehelfsbelehrung für Erziehungsberechtigte c) Vorstellung der aktuellen

   Nachmittagsangebote d) Wahlbogen rechtzeitig vor Beginn der Ganztagsschule

   (Organisationszeitraum notwendig aufgrund von Vertragsabschlüssen und

   Genehmigungsverfahren bei der Landesschulbehörde)

• Auswertung der Wahlbögen und Einteilung der Ganztagsgruppen

• Schriftliche Zusage an Schüler/Innen und Erziehungsberechtigte

• Aushang der Listen am Schwarzen Brett

• Aushändigung von Kursheften, Schülerlisten, Schulordnung, Maßnahmenkatalog für alle

   Mitarbeiter im Ganztag

• Ggf. Absprachen über Termine von Ausflügen zu außerschulischen Lernorten mit dem/der

   Verantwortlichen für den Ganztag

 

 

3.3. Durchführung

 

3.3.1. Mittagspause und gemeinsames Mittagessen

 

• Mittagessen von 12.45 Uhr bis 13.30 Uhr in der Mensa

• Essensausgabe und Betreuung durch 2 GTS-Mitarbeiterinnen

• Anlieferung durch die Lebenshilfe Dannenberg (Mensa)

• Einhaltung und Überprüfung der Hygienevorschriften durch das Mensapersonal und die

   Schulleitung

• Bestellung der Mahlzeiten pro Kind/Tag eine Woche im Voraus über Bestellzettel und

   Bezahlung im Sekretariat

• Nach dem Essen ist Zeit für freies Spiel unter Aufsicht

 

 

3.3.2. Organisation/Ablauf am Nachmittag

 

•14.00 Uhr Treffen zum Angebot im Eingangsbereich an der GTS-Infotafel, Einteilung der

   Gruppen, Verantwortliche überprüfen Anwesenheit

• Fehlende entschuldigte Schüler/innen sind der GTS-Tafel im Eingangsbereich zu

  entnehmen.

• Unentschuldigt fehlende Schüler/innen sind unverzüglich im Sekretariat zu melden.

• Durchführung der Angebote in den dafür vorgesehenen Räumen

• Die Führung eines Kursheftes (orange) obliegt der/dem Kursleiter/in. Kurshefte sind zum

   Ende eines Schul(halb)jahres bei der Schulleitung abzugeben.

• Ende/Verlassen der Räumlichkeiten: bitte aufgeräumt, Stühle hochgestellt

 

3.3.3. Hausaufgaben

 

• 13.30-14.00 Uhr Hausaufgabenzeit

• in Jahrgangsgruppen und im jahrgangseigenen Klassenraum (Klasse a oder b)

• Schüler/innen, die die Hausaufgaben vor Ende der HA-Zeit beendet haben, dürfen im Raum

   leise frei lernen/spielen oder nutzen Zusatzan-gebote der GTS-Kraft

 

3.3.4. Ergebnissicherung der Angebote

 

• Ergebnisse aus den Angeboten werden vor-/ausgestellt z.B. Werkstücke, Handarbeiten,

   usw.

   Dafür stehen Schaukästen im Eingangsbereich der Grundschule zur Verfügung.

• zum Ende eines Halbjahres nehmen Kinder ihre gefertigten Arbeiten mit nach Hause.

• Eine Schülerzeitung wird zu einem vorgegebenen Termin an die übrige Schülerschaft

   verkauft.

• Über Ausflüge zu außerschulischen Lernorten kann in der örtlichen Presse berichtet

   werden.

• Ergebnisse aus musischen Angeboten wie Theater, Musizieren oder Tanzen fließen ggf. in

   Schulaufführungen und –feiern mit ein.

 

 

3.4. Evaluation

 

• Am Ende eines Schul(halb-)jahres treffen sich Mitarbeiter und Lehrkräfte im Ganztag mit

  der Schulleitung zum Austausch und zur Evaluation.